Eine 13 teilige Raum- /Wand- Installation aus je 2 x 2 m grossen Einzelarbeiten

Im Dezember 2010 ist es soweit. Im letzten Moment finden sich 12 Unterstützer des Projektes zu einer ersten Präsentation im Atelier Reisholzer Hafen Düsseldorf. Draussen türmt sich der Schnee halbmeterhoch, eisig klirrt die Kälte, drinnen in der Halle gibt ein Bullerjan sein Letztes. Da hilft nur Frankenwein und eine deftige Brotzeit!  Allerdings - erst muss ein mittleres Chaos überwunden werden, das Fotoshooting:  "TREFFPUNKT ABENDMAHL. EIN EREIGNIS. DIE DOKUMENTATION." 

Unterstützer des Projektes, vorne v.l.n.r: Dr. Hermann Ühlein, Günter Krajewski, Norbert Bauer, C.U. Frank, Dr. Gabriele Uelsberg (schon tags zuvor im Schneechaos in der Schweiz steckengeblieben und deshalb in Abwesenheit ihr Konterfei links auf meiner Hand tragend), Valerie Gaubert-Fliether, Ela Voss (in Vertretung von Karin Harder, am selben Abend schneebedingt festhängend) , Eckart Roese. Hintere Reihe v.l.n.r: Dr. Peter Treis, Karl Wilhelm Wilkesmann, Hans Lurweg, Stefan Fliether, Ulrich Scharfenorth

Die 'Dreizehn Quadrate für ein Abendmahl' kehren nach Reisholz in das Atelier zurück. Es geht um Suche nach Existenz auf kleinstem Raum. Die 13 'Teilnehmer' verschwinden in einem stahlseilverspannten Kubus von 2.40 x 2.40 x 2.40 m Grösse. Hier harren sie der Dinge: Verdichtet gespeicherte Information aus einer anderen Zeit.  "Unser Lebensraum ist Umbruch, Umwandlung in einer medial verdichteten Zeit. Durch ein Minimum an Veränderung geht ein Maximum an gesellschaftlichen Umwälzungen vor sich ohne Möglichkeit momentan schaubarer Gleichzeitigkeit." C.U.Frank

Verdichtet gespeicherte Information will entdeckt werden. Was dem aufgeklärten heutigen Menschen wie selbstverständlich innewohnt. Das Schlüsselwort heisst aber nicht Wahrheit, sondern Wahrhaftigkeit. Es geht nicht darum, von Wahrheit zu reden, sondern von Wirklichkeit, wie sie der Einzelne wahr' nimmt' und darum handelt. Es geht um den Prozess des eigenen Erlebens und Denkens als ständiges Umschichten, Umdenken, Verschieben, Zurechtrücken, Annehmens oder Ablehnens oder Stehenlassens mit all seinen Widersprüchlichkeiten und Vielseitigkeiten. Es geht um ein momentan nicht schaubares Ganzes, um das herum eine zweitausendjährige Vergangenheit kreist einerseits, andererseits um den Akt einer Vergegenwärtigung für den Einzelnen. Der ihn in seiner 'momentan gezeigten Präsentation' 'umgehen' kann oder durch bruchstückhafte Einblicke symbolisch für sich selbst verifizieren kann für eigene zukünftliche Prozesse.

"Dreizehn Quadrate für ein Abendmahl" im Atelier Reisholz. Es geht um Suche nach Existenz auf kleinstem Raum. Die 13 'Teilnehmer' verschwinden in einem stahlseilverspannten Kubus von 2.40 x 2.40 x 2.40 m. Hier harren sie der Dinge: Verdichtet gespeicherte Information aus einer anderen Zeit.  "Unser Lebensraum ist Umbruch, Umwandlung in einer medial verdichteten Zeit. Durch ein Minimum an Veränderung geht ein Maximum an gesellschaftlichen Umwälzungen vor sich ohne Möglichkeit momentan schaubarer Gleichzeitigkeit." C.U.Frank

„Wenn die eine Seite des Tafelbildes 13 historisch überlieferte Charaktere durch 13 individuelle Farbstriche symbolisiert, symbolisiert die andere Seite 13 individuelle Impulse aus dem Jetzt und Heute. Der Schnittpunkt liegt in der gegenseitigen Durchdringung der einen auf die andere Seite während des Entstehungs- und Entwicklungsprozesses. Das Ich und das selbst Gedachte wandelt sich um in ein Zeichen. Was bleibt ist die eigene Gewissheit um ein Gemachtes.“ C.U. FRANK

DREIZEHN

QUADRATE 

FÜR EIN 

ABENDMAHL

​

Ein liturgisches 

Abendmahl

in der 

Friedenskirche 

Krefeld

9.10. - 18.12. 2011

Das Bild. Die andere Seite einer Realität. Die Künstlerin arbeitet seit vielen Jahren in Düsseldorf ihre grossformatigen Werke aus. Sie bewegen sich im Zwischenfeld zwischen Malerei und skulpturaler Zeichensetzung. Symbolisch bedient sie sich dabei des herkömmlichen Tafelbildes. Nach dessen Bearbeitung kehrt sie die Schauseite der Wand zu. "Right Side or Right Sight?" (Klaus Flemming). "One viewside has never been enough“ lautet die Antwort der Künstlerin C.U. Frank. Das Quadrat ist hierbei ihr langjährig gewähltes Format.Das Bild als"Gegen"-Stand. Lucio Fontanas durchschlitzte Leinwände, Gulio Paolinos leere Rahmen, Georg Baselitz' Auf-Kopf-Stellungen, das Postulat des Malewitschen Schwarzen Quadrates: "Haltungen", die laut der Künstlerin C.U. Frank für sie nicht wegzudenkende "Vor-Bilder" innerhalb ihres eigenen künstlerischen Entwicklungsprozesses sind. Als Reiz, als Frage: wohin geht die Welt, wohin ist es, dass wir heute schauen? Diesen Fragen stellt sich die Künstlerin C.U. Frank kontinuierlich und immer neu durch ihre Arbeit an ihren "Immer Neuen Quadraten".